Schon ein Monat

Schon mehr als vier Wochen…
… sind wir nun unterwegs.
Heute ist für uns Ruhetag, also passend, um wieder ein paar Eindrücke festzuhalten.

Ecuador ist schon recht weit weg. Dennoch ist viel geblieben:
Interessante Begegnungen mit netten Menschen.
Die Vielfalt der Natur, vom Regenwald bis zum extremen Hochgebirge.
Unterwegs auf kurvigen Straßen mal unterhalb, mal oberhalb der Wolken.
Unendlich weite Blicke auf bis zu den Gipfeln kultivierte Flächen, mal abgesehen von den ganz „Großen“.
Hunde, mal Einzelgänger, mal in kleinen Truppen, nicht immer friedlich, weitab von jeglicher Siedlung, auf der Suche nach Essbarem – das können nach deren Auslegung auch schon mal wandernde Touristen sein. Nicht umsonst gibt es in einigen Gegenden den guten Rat, sich mit einem Stock zu „bewaffnen“. Das Straßenschild „hundimiento“ verheißt allerdings nicht, dass hier Hundi-Land ist, sondern verkündet, dass die Straße gerade mal weggerutscht ist. Ist uns nicht nur einmal begegnet und zeugt von den schwierigen Bedingungen, unter denen das Land nach und nach erschlossen wird.
Und und und….
Vor einer Woche sind wir von Quito über Guayaquil und Lima nach Cusco in Peru geflogen. Wer den Blog verfolgt hat, weiß schon, das Phils Rucksack diese Reise auf seine Art gemacht hat und drei Tage später als wir eingetrudelt ist. Kurzfristig Panik, Fahrten zum LATAM-Büro und zum Flughafen, Notkäufe (Unterwäsche, Socken, ein Hemd), Versuch der Kontaktaufnahme mit einer Airline-Vertretung in Europa, weil hier gar nichts ging. Meine Mail-Anfrage an die deutsche Vertretung führte zur Antwort, dass man sich in den kommenden 15 (!) Tagen gern darum kümmern wird. Schließlich konnte uns ein kompetenter französischer Mitarbeiter, der allerdings in Chile sitzt, wenigstens entscheidend weiterhelfen, und siehe da, einen Tag später bekamen wir die Nachricht, dass der Rucksack nun da sei. Diese Nachricht bekamen wir in den folgenden Tagen noch mehrmals, obwohl wir das gute Stück schon längst wieder hatten. Das zeigt, wie gut die einzelnen Stellen miteinander vernetzt sind.
Nun ja, wir sind inzwischen weiter gereist.
Zunächst nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für den Besuch von Machu Picchu. Dorthin haben wir uns dann extrem früh morgens und zunächst bei Regen auf den Weg gemacht. Die Eindrücke sind nur schwer zu beschreiben. Wir waren völlig fasziniert und haben in fast 10 Stunden vor Ort unter anderem zwei Berge in der näheren Umgebung bestiegen, um auch den Blick von oben zu genießen. Diesen Elan bezahlen wir seit zwei Tagen mit unsäglichem Muskelkater, alles tut weh und wir sind völlig fertig. Macht aber nix, denn wir haben ja Zeit und können es langsam angehen. Im Moment sind wir in dem sehr schönen kleinen Ort Ollantaytambo im „heiligen Tal“ der Inkas. Natürlich hat es uns heute Vormittag schon wieder auf den Berg zu noch mehr Inka-Ruinen getrieben, aber jetzt ist Pause. Wir werden uns heute Abend bei einem Pisco Sour die Schmerzen wegtrinken. Sehr lecker.

Und nun noch eine Beobachtung im Rückblick. Beim Eintritt in die Rente habe ich mich darauf gefreut, NIE WIEDER mit dem Wecker aufzustehen, immer ausschlafen zu können, oder einfach auch mal im Bett rumzulümmeln, bis ich Lust zum Aufstehen habe.
Tjaaaa, derzeit sieht unser Tagesablauf ganz anders aus: viele Unternehmungen erfordern ein ganz frühes Aufstehen, Frühstück spätestens um fünf, und dann los! Das bedeutet auch, dass wir mit den Hühnern ins Bett gehen. Zwischen 20 und 21 Uhr ist schon spät. Ich war auch schon mal um halb acht im Nest. Der Mensch ist flexibel…

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